Wie kommen wir mit Schwung aus der Krise?

Es begann harmlos. Eher nebenbei lasen wir vom Ausbruch einer Seuche im fernen China. Dann gelangte das Coronavirus – unterdessen besass es einen Namen – ins nahe Norditalien und zu uns in die Schweiz. Von da an ging alles sehr schnell. Fassungslos standen wir einer Pandemie gegenüber und lernten einen neuen Begriff kennen: Lockdown. Nun kehrt die Schweizer Wirtschaft langsam in die Normalität zurück. Noch weiss niemand, wie beschwerlich der Weg sein wird und was alles auf uns zukommt.

Die Planungsbranche kam bisher glimpflich davon. Wir mussten keine Büros schliessen und auf den Baustellen wird weiter gearbeitet, wenn auch langsamer. Doch der allgemeine Konjunkturabschwung wird auch Investitionsgüter und damit die Bauwirtschaft erfassen. Bauentscheide werden künftig eingehender geprüft, mit mehr Zurückhaltung gefällt oder gar auf Eis gelegt – zumindest solange die Bauherren die Folgen der Krise für ihr Kerngeschäft nicht abschätzen können.

Dies verschafft uns Zeit, um den kurzfristigen Personalbedarf zu beurteilen und unsere Akquisitionsbemühungen zu verstärken. Nutzen wir diesen Vorteil, denn der Konkurrenzkampf in der Branche wird sich zuspitzen. Es gilt, die Effizienz zu steigern. Treiben wir also die Digitalisierung 4.0 voran. Dank Covid-19 sind wir unwillkürlich zu Experten in Videokonferenz geworden. Nehmen wir diesen Schwung mit, um Arbeitsprozesse wie Building Information Modeling (BIM) einzuführen. So könnte die Coronakrise wirklich neue Chancen bringen.

Blogbeitrag vom 29. Mai 2020; Stephan Rausch und Titus Ladner