Digitalisierung im Bau – Änderung der Werte?

Digitalisierung gilt heute als die treibende Kraft für Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. Technologien wie Virtual Reality, Internet of Things, Big Data, Simulationen, Machine Learning oder Blockchain führen unweigerlich zu Veränderungen. Auch die Architekturbranche durchläuft eine Phase der digitalen Transformation. Wandeln sich dadurch auch die Werte?

Bereits der Einsatz von CAD hat den Markt enorm verändert. Mit der Umstellung auf BIM (Building Information Modelling) wird unsere Planung noch interdisziplinärer. 3D-Modelle bringen greifbare Vorteile in Form von verbesserten Arbeitsabläufen. Der modellbasierte Ansatz mit intelligenten Bauelementen zeigt bei koordinierten Projektabwicklungen seine wahren Stärken und steigert die Effizienz aller Beteiligten. Bauherren, Investoren, Planende und Unternehmer profitieren am gleichen Modell auf unterschiedlichen Ebenen.

Wo Chancen sind, stellen sich auch Herausforderungen. Eine neue Technologie erfordert von allen Mitarbeitenden eine Anpassung bisheriger Prozesse und eine Bereitschaft für Veränderungen. Was bedeutet
BIM künftig für den Alltag eines Planungsbüros? Entlastet die Technologie den Planer oder ersetzt sie ihn sogar? Der Mensch spielt weiterhin eine zentrale Rolle, denn er ist es, der die BIM-Methode anwendet, steuert und pflegt. Aber Arbeitsweisen, Rollenverständnisse und die Art der Zusammenarbeit werden sich grundlegend wandeln. Ändern sich dadurch die Werte?

Blogbeitrag vom 20. Juni 2018; Titus Ladner und Stephan Rausch