Fadenkreuz

Änderungen im Gebäudeversicherungsgesetz des Kantons St.Gallen

Das heutige Gebäudeversicherungsgesetz im Kanton St.Gallen stammt aus dem Jahr 1960. Zweimal, 1976 und 1996, wurde es durch Nachträge aktualisiert. Trotz seines ansehnlichen Alters ist das bestehende Gesetz in seinen Grundzügen auch heute noch sachgerecht. Nach über 50 Jahren ist das Gebäudeversicherungsgesetz und die Vollzugsordnung einer Teilrevision unterzogen worden.

Eines der Kernanliegen der Gesetzesrevision war die Förderung der Elementarschadenprävention. Das revidierte Gebäudeversicherungsgesetz bringt den Versicherten mehr Klarheit, was von ihnen unter dem Titel der Schadenverhütung erwartet wird. Zudem verstärkt es die Anreize, mit denen die Eigenverantwortung der GebäudeeigentümerInnen gefördert werden soll. Das Ziel ist es, einen weiteren Anstieg der Elementarschäden zu vermeiden, damit die Prämien auch zukünftig günstig bleiben.

Das revidierte Gesetz legt fest, dass die Versicherten zur Verhütung von Schäden alles Zumutbare vorkehren müssen. Es wird erwartet, dass die Gebäude gegen Einwirkungen von Sturm, Hagel, Hochwasser und anderen Elementarschadengefahren ausreichend geschützt werden. Ein Gebäude ist gegen solche Gefahren ausreichend geschützt, wenn es stabil und nach den anerkannten Regeln der Baukunde gebaut ist, wenn der Gebäudeunterhalt nicht vernachlässigt wird und wenn den besonderen Gefahren, denen ein Gebäude aufgrund seiner Lage ausgesetzt ist, durch geeignete Schutzmassnahmen angemessen Rechnung getragen wird. Auf diese Punkte zu achten und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, dazu sind die GebäudeeigentümerInnen verpflichtet, wenn sie vollständigen Versicherungsschutz in Anspruch nehmen wollen.

Detaillierte Auskunft, Broschüren und Merkblätter unter:
www.gvasg.ch


Blog-Beitrag vom 15. März 2016; Titus Ladner